Unbekannte Minderheit: Menschen mit chronischem Untergewicht

Wer nach der weihnachtlichen Schlemmerei ein paar Kilos zugenommen hat, will diese möglichst schnell wieder verlieren. Wer aber trotz gesundem Essen und optimaler Ernährung seinen Gewichtsverlust nicht stoppen kann und selbst in den Weihnachtstagen noch abnimmt, steht vor ganz anderen Schwierigkeiten, als die breite Mehrheit, die mit ihren Winter-Pfunden kämpft. Was Menschen an der Grenze zum Untergewicht tun können, um die Ursache für ihren Gewichtsverlust zu ermitteln, soll im Folgenden erklärt werden.
Zunächst einmal ist es so, dass allle Menschen einzigartig sind, besonders was die Aktivität des Stoffwechsels angeht. Diese hängt von unendlich vielen Faktoren ab, zum Beispiel von Bewegung, Ernährungsverhalten, Auswirkungen von Stress, aber auch von Nikotin- oder Alkoholabhängigkeit. Selbst das Schlafverhalten und wechselnde Gefühlszustände haben deutliche Auswirkungen auf den Appetit. Doch während die meisten Menschen solche Schwierigkeiten bei der Nahrungsaufnahme nur kurzfristig oder zeitweise verspüren, gibt es eine Gruppe von Personen, die ständig mit ihrem Gewicht kämpfen. Sie versuchen verzweifelt ihr Gewicht zu steigern oder doch mindestens zu halten. Verstanden werden Untergewichtige von ihrer Umwelt meistens nicht, entsprechen sie doch dem heutigen Ideal des sehr schlanken Körpers und erhalten Komplimente für ihre vermeintlich gute Figur. Doch das hilft wenig, wenn man sich selbst nicht mehr wohl fühlt und verstärkt die Isolation der Betroffenen letztlich sogar noch. Sie sprechen dann nicht mehr mit Freunden über ihren Kampf gegen das Untergewicht und ziehen sich immer mehr zurück. Das wiederum kann den Gewichtsverlust sogar noch verschärfen, wenn in der Folge zum Beispiel Depressionen auftreten.

Ernährungstagebuch zur GewichtsstabilisierungFortimel.de Patientenbereich. Auch sollte man das eigene Essverhalten genauer betrachten und die über den Tag aufgenommenen Speisen und Getränke in einem Ernährungstagebuch festhalten. Wichtig ist auch zu überlegen:

  • War man schon immer schlank, oder ist der Gewichtsverlust plötzlich aufgetreten?
  • Wurde die Ernährung umgestellt und ist das ein möglicher Grund für die purzelnden Kilos?
  • Oder steht man allgemein unter Druck und muss private wie berufliche Anstrengungen meistern?

Fügt man im Ernährungstagebuch noch Hinweise zum Gefühlszustand ein und kontrolliert, dass man die Mindestmenge an Kalorien aufgenommen hat, liefert es wertvolle Hinweise zu möglichen Unverträglichkeiten oder Allergien. Ein Gewichtsverlust kann in Zusammenhang mit dem Hormonstatus des Körpers stehen. Hier ist vor allem die Schilddrüse zu nennen. Auch Unverträglichkeiten auf Histamin, das in bestimmten verarbeiteten Speisen vorkommt, können einen Gewichtsverlust bei ansonsten gesunder Ernährung bewirken. Die psychische Seite kann man selbst beleuchten oder sich sogar Unterstützung bei Gleichgesinnten in einer Selbsthilfegruppe holen. Die körperliche Seite sollte von einem Arzt gründlich geprüft werden. Liegen keine Einschränkungen vor, besteht außerdem die Möglichkeit eine Ernährungsberatung in Anspruch zu nehmen.

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