Tabaksteuer steigt ab 2027: Rauchen wird deutlich teurer – ein guter Anlass zum Aufhören

Bundestag und Bundesrat haben im Oktober 2026 eine kräftige Erhöhung der Tabaksteuer beschlossen. Bis 2030 könnte eine Schachtel Zigaretten im Schnitt rund vier Euro mehr kosten als heute. Was sich ändert, welche Produkte betroffen sind – und warum sich der Rauchstopp für Gesundheit und Geldbeutel lohnt.

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Tabaksteuer steigt ab 2027: Rauchen wird deutlich teurer – ein guter Anlass zum Aufhören
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Für Raucherinnen und Raucher wird es in den kommenden Jahren spürbar teurer. Der Bundestag hat am 15. Oktober 2026 eine Erhöhung der Tabaksteuer beschlossen, einen Tag später hat der Bundesrat das Gesetz passieren lassen. Die Steuer steigt in mehreren Stufen bis 2030.

Was beschlossen wurde

Für Zigaretten steigt der feste Steueranteil ab dem 1. Januar 2027 auf 14,34 Cent je Stück, hinzu kommen 21,05 Prozent des Verkaufspreises. Bis 2030 klettert der feste Anteil auf 18,57 Cent je Zigarette. Teurer werden außerdem Feinschnitt, erhitzter Tabak, Liquids für E-Zigaretten und weitere Tabakersatzprodukte. Für Zigarren, Zigarillos, Pfeifen- und Wasserpfeifentabak gelten die neuen Sätze ab dem 1. März 2027.

Im Regierungsentwurf war folgende Preisentwicklung für eine Packung mit 20 Zigaretten zugrunde gelegt:

JahrDurchschnittlicher Packungspreis (Entwurf)
20278,77 Euro
20289,56 Euro
202910,42 Euro
203011,36 Euro

Der Finanzausschuss hat die Steuersätze gegenüber dem Entwurf noch einmal angehoben. Nach Berechnungen könnte eine Durchschnittspackung 2030 damit rund 12 Euro kosten – fast vier Euro mehr als heute. Die tatsächlichen Ladenpreise legen die Hersteller fest; die Zahlen sind rechnerische Durchschnittswerte.

Was das Rauchen im Jahr kostet

Wer täglich eine Schachtel raucht, gibt schon bei einem Packungspreis von 11 Euro gut 4.000 Euro im Jahr aus. Bei einer halben Schachtel pro Tag sind es immer noch rund 2.000 Euro – Geld, das sich für einen Urlaub, ein Wellnesswochenende oder die Mitgliedschaft im Fitnessstudio deutlich besser anlegen ließe.

Der Körper erholt sich schneller als gedacht

Noch wichtiger als das Geld ist die Gesundheit. Laut Weltgesundheitsorganisation (WHO) beginnt der Körper sich bereits kurz nach der letzten Zigarette zu erholen:

  • Nach 20 Minuten sinken Herzfrequenz und Blutdruck.
  • Nach 12 Stunden normalisiert sich der Kohlenmonoxidgehalt im Blut.
  • Nach 2 bis 12 Wochen verbessern sich Durchblutung und Lungenfunktion.
  • Nach 1 bis 9 Monaten gehen Husten und Kurzatmigkeit zurück.
  • Nach 1 Jahr ist das Risiko für eine koronare Herzkrankheit etwa halb so hoch wie bei Rauchenden.
  • Nach 10 Jahren ist das Lungenkrebsrisiko etwa halbiert.

So gelingt der Rauchstopp

  • Einen Termin festlegen: Ein konkretes Datum – etwa der Jahreswechsel, wenn die neue Steuer greift – hilft bei der Vorbereitung.
  • Unterstützung holen: Mit professioneller Hilfe steigen die Erfolgschancen deutlich. Hausärztinnen und Hausärzte beraten auch zu medikamentöser Unterstützung.
  • Kurse nutzen: Krankenkassen bezuschussen häufig zertifizierte Nichtraucherkurse.
  • Kostenlose Beratung: Das telefonische Rauchfrei-Angebot des Bundesinstituts für Öffentliche Gesundheit und die Seite rauchfrei-info.de bieten anonyme Hilfe.
  • Gewohnheiten ersetzen: Bewegung, Atemübungen oder Achtsamkeitstraining helfen, Stress ohne Zigarette abzubauen.

Tipp: Nicht auf andere Produkte umsteigen. Auch E-Zigaretten und Tabakerhitzer werden teurer – und sind nicht gesundheitlich unbedenklich.

Fazit

Die höhere Tabaksteuer macht Rauchen ab 2027 Stufe für Stufe teurer. Für viele ist das ein willkommener Anstoß, endlich aufzuhören – der Körper dankt es schon nach wenigen Wochen. Unterstützung bekommen Sie bei Ihrer Hausarztpraxis und in der Apotheke. Wer den Rauchstopp mit neuen Gewohnheiten verbinden will, findet in unserem Verzeichnis Achtsamkeits- und Meditationsangebote, Coaching gegen Stress und Fitnessstudios in der Nähe.

Quellen


Foto von Onur AK

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