Eingrezung von Ursachen einer Kontaktallergie
Sehr oft kann gerade bei der Kontaktallergie die Ursache schnell eingegrenzt werden. Tritt das Ekzem nach dem Auftragen einer Salbe auf, ist natürlich die Frage, auf welchen Inhaltsstoff das Immunsystem überreagiert. Ihr Arzt kann jetzt mit einem Epikutantest die Substanz identifizieren. Testpflaster mit einzelnen Allergenen werden auf den Arm oder den Rücken geklebt, woraufhin sich punktuell die Symptome zeigen. Nach den Ergebnissen dieses Diagnoseverfahrens können sie dann alle Produkte meiden, die den Stoff enthalten.
Kontaktallergie berufsbedingt?
Oft prägen Menschen Kontaktallergien gegen Substanzen in ihrem Berufsumfeld aus. Frisöre sind plötzlich überempfindlich gegen Shampoos oder Haarfärbemittel, Mechaniker vertragen bestimmte Schmierstoffe nicht mehr, Bauwerker sind gegen Schwermetallspuren im Zement allergisch, Bäcker haben Probleme mit Mehl. Dann ist die Sache mit der Vermeidung nicht mehr ganz so einfach. Hier helfen natürlich erst einmal Schutzhandschuhe, um den Kontakt so gering wie möglich zu halten. Manchmal ist ein Berufswechsel unausweichlich. Werden die Symptome einer Allergie unerträglich, können entzündungshemmende Salben schnell helfen. Antihistaminika und Cortison-Präparate sind allerdings nicht für den Dauergebrauch geeignet, nicht nur wegen der Gewöhnung, sondern auch wegen ihrer Nebenwirkungen. Was jeder zusätzlich unternehmen kann, ist die Verwendung hautfreundlicher Waschmittel, wie seifenfreie Detergenzien mit dem Säurewert der Haut (pH-Wert 5 oder 6,5). Es gibt auch spezielle, hypoallergene Seifen und Kosmetika, die zur Hautschonung beitragen. Therapeutisch ist, wie bei allen Allergien, eine Hyposensibilisierung das beste Mittel der Wahl. Zusätzlich kann der Dermatologe eine UV-Bestrahlung einsetzen. Die ärztliche Behandlung ist dringend anzuraten, um eine Chronifizierung der Krankheit zu verhindern. Eine Ausweitung der ekzematösen Symptomatik auf Hautareale, die gar keine Berührung mit dem Allergen hatten, ist nämlich durchaus möglich. Sogar Schleimhäute im Mund- und Halsbereich können betroffen sein, im Extremfall kann der Patient auch zum Asthmatiker werden.



