Am Valentinstag (14.02.2012) wurde in Berlin der neue DAK-Gesundheitsreport veröffentlicht und wartete mit Botschaften auf, die - passend zum Tage - nicht zuletzt auch das Herz betroffen haben. Dies allerdings in einem wenig romantischen, vielmehr Besorgnis erregenden Kontext. Der Autor der Studie, Hans-Dieter Nölting, mahnte, dass chronische Überlastung und permanenter Stress im Büro zunehmend größeren Anteil an den rund 210.000 Herzinfarkten hätten, die sich pro Jahr in Deutschland ereigneten. Mehr als bisher solle das Arbeitsumfeld in prophylaktische Konzepte eingebunden werden und der Blick nicht weiterhin ausschließlich oder doch ganz überwiegend auf altbekannte Risiken wie Bluthochdruck, Rauchen und ausufernde Cholesterinwerte gerichtet bleiben. Denn immerhin leide jeder zehnte deutsche Arbeitnehmer darunter, dass er im Hinblick auf die von ihm investierte Arbeitsleistung zu wenig als Gegenleistung erhalte. Prinzipiell könne sowohl Anerkennung durch Vorgesetzte und gegebenenfalls auch durch Kollegen sowie auch eine adäquate Bezahlung solchem Stressempfinden vorbeugen. Außerdem leiden ausweislich des Reportes mehr als ein Fünftel aller Arbeitnehmer regelmäßig unter dem Gefühl, zu wenig Zeit für die anstehenden Aufgaben zur Verfügung zu haben (22 %). Zu wenig Lohn und Gehalt erhalten demnach fast ein Viertel aller untersuchten Menschen (23 %) und 17 Prozent sind der Auffassung, ihnen komme zu wenig Lob und positive Resonanz des Chefs zu. Herbert Rebscher, Gesundheits-Chef der DAK, verwies darauf, dass der Begriff "Arbeit" ferner längst nicht mehr so trennscharf konturiert sei, wie es in früheren Zeiten der Fall gewesen war. Denn aufgrund neuer, moderner Technologien sei vielfach eine permanente Verfügbarkeit des Arbeitnehmers zumindest stillschweigend vorausgesetzt oder auch explizit vereinbart. Das hierdurch entstehende zusätzliche Stresspensum zähle gleichermaßen zu den Ursachen von Herzerkrankungen und -infarkten. Insoweit gelte es, einen Riegel vorzuschieben und nach prophylaktischen Maßnahmen Ausschau zu halten. Zu biochemischen Details und Kausalzusammenhängen molekularer Art zwischen Stress und Herzinfarkten äußerte sich der Bundesvorsitzende des Bundesverbandes Niedergelassener Kardiologen in München, Norbert Smetak. Er wies darauf hin, dass Stress dazu führe, dass Adrenalin und Cortisol in einem höheren Maße freigesetzt und bei starkem und andauerndem Stress geradezu eine Überschwemmung des Organismus mit diesen Stresshormonen stattfinde. Außerdem sei als kurzfristige Folge dankbar, dass Ablagerungen platzen, die sich in den Herzkranzgefäßen abgesetzt hätten, was akut einen Infarkt verursache. Langfristig würde ein konstant hoher Wert von Cortisol außerdem dazu führen, dass der Blutdruck, die Blutfettwerte und die Blutzuckerwerte eine ungünstige Entwicklung nehmen und ihrerseits ebenfalls Risikofaktoren für einen Herzinfarkt darstellen würden.
DAK-Gesundheitsreport am Valentinstag
Am Valentinstag (14.02.2012) wurde in Berlin der neue DAK-Gesundheitsreport veröffentlicht und wartete mit Botschaften auf, die - passend zum Tage - nicht zuletzt auch das Herz betroffen haben. Dies allerdings in einem wenig romantischen, vielmehr Besorgnis erregenden Kontext.

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